Sie befinden sich hier

11.12.2017 08:00

7 x nachgefragt

Interview mit Christine B. aus dem Alt

Hier wieder ein neues Interview für unsere Rubrik! Dieses Mal möchten wir Christine Betzner aus dem Alt „Gehör schenken“.

Vielen Dank Christine, dass Du Dir für uns Zeit genommen hast. Im Rahmen eines persönlichen Interviews möchten wir den Besuchern der Website einen kleinen Einblick in den Heart Chor geben, damit sie besser verstehen, warum der Sonntagskrimi für unsere Chorprobe hintanstehen muss. Und los geht's mit der ersten Frage an Dich:

1) Christine, wir können bei Dir von einer langen Heart Chor-Tradition sprechen. Warum verzichtest Du am Sonntag regelmäßig auf einen gemütlichen Abend zu Hause und kommst immer wieder gerne in die Chorprobe?

Sonntagabend ist für mich der perfekte Probentermin. Von Tagesausflügen bin ich zu dieser Uhrzeit normalerweise längst zurück und wenn man Besuch hatte, ist der bis dahin meist längst abgerauscht. Den Tatort kann ich später mal in der Mediathek anschauen und ich bin immer noch rechtzeitig zu Hause für den englischen Krimi nach dem Heute Journal.

2) Obwohl der Trend mittlerweile in eine andere Richtung zeigt: Viele dachten bisher oder denken weiterhin, Chor wäre etwas Altbackenes, Antiquiertes und nicht zu vergleichen mit anderen Freizeitbeschäftigungen wie Sport. Muskelkater können wir leider nicht bieten – wie profitierst Du ganz persönlich von der allwöchentlichen Chorprobe?

Ich tauche ab und denke während der Probe mal nicht an meinen Alltag und all die vielen Herausforderungen in Beruf und Familie. Das tut mir unheimlich gut.

3) Für all jene, die unsere Truppe noch nicht kennen: Wie würdest Du den Heart Chor charakterisieren und was macht ihn aus Deiner Sicht so speziell?

Mir gefällt das Repertoire, das sehr vielfältig ist. Andere Chöre spezialisieren sich auf bestimmte Richtungen (z.B. Klassik, Pop). Bei uns gibt es zwar Schwerpunkte, aber im Grunde sind wir extrem vielseitig. Außerdem finde ich gut, dass nicht alles in Stein gemeißelt ist. So gibt es immer noch viel Mitsprache der Chormitglieder – zumindest mehr als in anderen Chören.

4) Das Musizieren zu Hause und mit Freunden hat für Dich einen ganz besonderen Stellenwert. Vervollständige bitte den Satz: Musik ist für mich unverzichtbar, ...

... weil ich aus dem gemeinsamen Musizieren unwahrscheinlich viel Energie und Freude für mein Leben gewinne.

5) Unsere Konzerte nehmen für viele Menschen in und außerhalb Regensburgs einen wichtigen Platz im Kalender ein. Weshalb sollte man Deiner Meinung nach zu unseren Konzerten kommen?

Es macht einfach Spaß, uns zuzuhören. Das hoffe ich zumindest! Außerdem sind wir richtig gut geworden und wagen uns an sehr anspruchsvoll arrangierte Musikstücke heran.

6) Beruflich hast Du mit vielen Menschen zu tun. Du tauchst auch bei uns in eine Menschengruppe ein – wo würdest Du hier einen Unterschied ausmachen?

Stimmt: In meinem beruflichen Alltag habe ich viel mit Menschen zu tun, aber ich muss auch ständig Entscheidungen für andere treffen, eine Gruppe lenken und leiten. Im Chor kann ich mich treiben lassen, mich zwar stimmlich einbringen, aber ansonsten die Entscheidungen mal anderen überlassen. Schön ist das Miteinander in einem Chor. So heterogen die Mitglieder im Heart Chor auch sind, im Chor bilden wir eine Gemeinschaft. Jeder stellt seine Individualität zumindest für eine begrenzte Zeit in den Hintergrund. All die verschiedenen Stimmen ergeben ein gemeinsames Klanggebilde.

7) Der Heart Chor hat in den letzten Jahren eine gewisse Entwicklung durchgemacht. Wo siehst Du den Heart Chor in zehn Jahren, und was würdest Du Dir ganz persönlich wünschen?

Das ist eine gute Frage. Keine Ahnung. Ich hoffe, dass es auch immer wieder neuen Nachwuchs gibt und der Chor dadurch immer wieder neue Impulse bekommt. Ansonsten würden wir alle gemeinsam alt und müssten uns irgendwann komplett neu erfinden: Heart Chor – the First Generation??

Danke Christine für Deine Worte hier und Deine Stimme im Chor!