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Choralltag und Ausnahmezustände

Wir haben uns ganz schön was einfallen lassen, trotz Corona und Chorleitungswechsel Freude in den Choralltag zu bringen.

 

Was gewesen wäre …

Unsere letzte reguläre Chorprobe war 8. Mai 2020. 

Mit dem Beginn der Pandemie ist Einiges ausgefallen, alles bereits komplett organisiert: Auftritt beim DAV-Jubiläumsfest, Probenwochenende, Chorfest Leipzig. 

Verschoben haben wir eine Kooperation mit einem anderem Chor und unser nächstes Projekt, das nun im Mai 2022 stattfinden wird. 

Was wir statt dessen digital gemacht haben

Für alle Zoom-Events gilt: Die einzelnen Sänger:innen mussten sich stumm schalten und haben nur die Leitung und sich selbst gehört. 

Zoom-Online Proben: Schon im März 2020 starteten die onlineproben mit Markus, später übernahm Claudia; das neue Repertoire wurde einstudiert. Für ein reines Erlernen der Noten war das ganz gut geeignet. 

Zoom-Online Registerworkshops: Da sich schon bald die ersten Auswirkungen des reduzierten Stimmtrainings bemerkbar machen, haben wir uns Steffi Polster mit ins Boot geholt, die mit uns über den Winter bis zum Wiederbeginn der Proben 2021 gegen den „Rost“ gearbeitet hat. Mit viel Mut haben sich die einzelnen Sänger:innen laut gestellt und der Gruppe mit Steffi vorgesungen. 

Einsingvideos: Um Probenzeit zu sparen, haben wir Steffi Polster beauftragt, Videos fürs Warm-Up zu drehen. 

Zoom-Online Choreographieproben: Laura Meißauer tanzt für und mit uns im neuen Projekt und hat per Zoom ein ganzes Stück mit uns einstudiert.

SMULE: Die digitale Karaoke-App kannten einige schon und andere sind dazu gekommen. Besonders schön ist eine Version von „Chasing Cars“ geworden, an der 10 Sänger:innen beteiligt waren. Die Interessierten sind dann aber bald lieber zu Jamulus gewandert. 

Konzept „betreutes Üben“: Stimmführer:innen übernahmen eine Zoom-Probe mit eingespielen Midis der Stücke, die Sänger:innen konnten dann ihre Stimme zum Gesamtklang mitsingen.

Virtual Choir: Auch wir haben bei diesem Trend nicht gefehlt. Das Präsidium sang „Sympathy for the Devil“ ein, der Chor als Winterprojekt „Koppangen“. 

Adventssingen: Der Chor traf sich via Zoom und sang einige unserer beliebtesten Weihnachtslieder, die über eine YouTube-Playlist eingespielt wurde. Zwei Stücke wurden live übers Klavier eingespielt. 

Jamulus-Singen: Erst eine kleine, dann immer größere Gruppe sang 14-tägig über Jamulus, nicht nur Heart Chor-Programm. Nachdem die Technik soweit war, gab es zwei Hybridproben und für alle ein Hybrides Geburtstagssingen: Alle Chormitglieder waren via Zoom dabei, in das Meeting wurde live der Sound der Jamulus-Gruppe eingespielt. Die gesungenen Stücke stammen aus der Wunschliste, die der Chor im Vorfeld geschickt hatte. Das fand sehr großen Anklang und machte allen viel Spaß.

 

Präsenzproben mit Chorona

Wann immer es ging, haben wir in Präsenz geprobt, unter den jeweilig geltenden Bedingungen in Kleingruppen (2020 sechs, 2021 drei), immer mit Hygienekonzept, dann mit Tests, alles was es braucht. 

Damit sich niemand langweilt, gab es Choreo und Registerworkshops parallel und aus der Not heraus, haben wir dazu etwas erfunden. 

Boxensingen: Stimmgruppenproben bei denen zu Midis, die über Lautsprecher (= Box) gesungen wurde. So konnten wir ohne Leitung auch mehrstimmig in Kleingruppen singen. 

 

Kontakt halten 

Ein riesiges Thema war der fehlende soziale Aspekt des Chorlebens. Zusammenzusitzen in der Kneipe oder in Probenpausen ein kleiner Ratsch – das ist nicht zu ersetzen. Trotzdem haben wir uns etwas einfallen lassen. 

Heart Chor-Kneipe: Zoom-Treffen zum Kontakt halten wurde ins Leben gerufen; gerade in der Anfangszeit haben wir das regelmäßig genutzt. 

Zoom-Vollversammlung und MGV, mit Trailer-Video fürs Projekt, Virtual Choir Videos und Online Wahl mit Polyas. 

Telefon-Interviews: Jede und jeder wurde angerufen zu aktuellen Chorthemen „befragt“. Es ergaben sich bei den Telefoninterviews viele interessante Gespräche und ein gutes Stimmungsbild.

Präsidiumssitzungen: Seit März 2020 sind alle Präsidiumssitzungen online und noch finden wir diese Form praktisch und effektiv genug, um dabei zu bleiben. 

Ende 2021 geht es langsam zur Normalität zurück. Doch der Heart Chor hat auch in der Krise wieder bewiesen, „a bissal was geht immer“.